rosa schwein  

Alantapfel

 

 

 

 


Alantapfel. Diel I. 2; Luc. V. 3. b; Hogg. III. 2. B.

 

Heimath und Vorkommen: Ueber seine Herkunft weiss man nichts sicheres; er stammt wahrscheinlich aus der Pfalz und wurde schon zu Anfang des 16. Jahrhunderts angebaut. In Deutschland, Holland und Frankreich ist er sehr verbreitet; in der 7. Versammlung deutscher Pomologen zu Trier im Jahre 1874 wurde er unter die 50 zu empfehlenden Sorten aufgenommen. Literatur und Synonyme: 1. Princesse noble (Knoop I, Taf. 6). 2. Grosser edler Prinzessinapfel (Diel XI. 24). 3. Alantapfel (Diel III. 39). 4. Gestreifter Kaiserapfel (Diel A-B. I. 1). 5. Alantapfel (Niederländischer Obstgarten. 1864. Taf. 34. Fig. 65). 6. Alantapfel (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde No. 109). 7. d'Aunée (André Leroy, Dictionnaire de pomologie No. 21). Gestalt: mittelgrosser, etwa 75 mm. hoher, 65 mm. breiter, abgestumpft kegelförmiger, oft fast walzenförmiger Apfel; der Bauch sitzt nach dem Stiele zu, um den sich die Frucht flachrund wölbt, während sie nach dem Kelche stärker abnimmt und mit stumpfer Spitze endet. Kelch: geschlossen; Blättchen klein, wollig, aufrecht mit nach oben zusammenneigenden Spitzen; Kelcheinsenkung mässig tief, mit kleinen Fleischperlen und Falten umgeben, die sich flach über die Frucht bis zur Stielwölbung hinziehen. Stiel: kurz, holzig, selten fleischig, nicht oder nur wenig hervorragend; Stieleinsenkung sehr tief, geräumig, fast glatt, nur in der Tiefe schwach rostfarbig. Schale: fein, glänzend, geschmeidig, beduftet, vom Baume gelblich grün, in der Lagerreife citronengelb, auf der Sonnenseite lebhaft kurz abgesetzt carmoisinroth gestreift und dazwischen punktirt; Punkte fein, wenig bemerkbar; Geruch angenehm, etwas citronenartig. Fleisch: gelblich, feinzellig, mürbe, hinreichend saftig, von angenehm gewürztem, zimmt- oder alantartigem Geschmacke. Kernhaus: hohlachsig, Fächer geöffnet, ziemlich gross, zerrissen, kleine, braune, rundlich ovale, kurz zugespizte, gut ausgebildete Samen enthaltend; Kelchhöhle trichterförmig, eng, tief hinabgehend, Staubfäden sehr hoch entspringend. Der durch die Gefässbündel umgrenzte Theil des Fleisches hoch zwiebelförmig, stielwärts abgerundet, kelchwärts lang zugespitzt. Reifzeit und Nutzung: vorzüglicher Tafel- und Wirthschaftsapfel, der im November seine Lagerreife erhält und den Winter hindurch dauert. Eigenschaften des Baumes: er wächst mässig, bildet eine hochgehende, kugelförmige Krone, ist sehr fruchtbar, nicht empfindlich und kommt in jedem Boden gut fort. Er eignet sich zur Bepflanzung der Wege und Landstrassen. Die Sommertriebe sind schlank, braunroth, fein punktirt, wollig; Fruchtaugen gross, rundlich, stark wollig; Holzaugen spitz, kegelförmig, anliegend; Blätter ziemlich gross, oval oder eilanzettlich, scharf zugespitzt, auf der Oberfläche hellgrün, auf der Unterfläche etwas wollig, stark gezähnt; Blattstiel dünn, mittellang, röthlich angelaufen; Nebenblätter kurz, linienförmig.