rosa schwein  

Gelber Edelapfel

 

 

 

 


Heimath und Vorkommen: Er entstand in England aus Samen und wurde in einem alten Obstgarten zu Downham in der Grafschaft Norfolk zufällig aufgefunden. Die Gartenbaugesellschaft in London lernte den Apfel im Jahre 1820 kennen und empfahl ihn; kurze Zeit darauf wurde er auch in Deutschland bekannt. In Trier wurde er in der 7. Versammlung deutscher Pomologen zur allgemeinen Anpflanzung und in der 8. Versammlung zu Potsdam zur Erziehung als Pyramide empfohlen; er ist vielfach verbreitet; auf der Potsdamer Ausstellung kam er in den meisten Sammlungen vor. Literatur und Synonyme: 1. Golden Noble (Transactions of the Hort. Society, IV. S. 524). 2. Golden Noble (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, No. 173). 3. Golden Noble (André Leroy, Dictionnaire de pomologie, No. 180). Gestalt: grosser, etwa 85 mm. breiter, 60 mm. hoher, schön und regelmässig, flach gebauter Apfel; der Bauch sitzt in der Mitte und wölbt sich gleichmässig nach Kelch und Stiel ab. Schale: fein, glatt, geschmeidig, abgerieben glänzend, vom Baume grüngelb, in der Lagerreife hoch citronengelb, ganz einfarbig, mit wenigen rothbraunen, weisslich umflossenen Schalenpunkten, selten mit Rost. Kelch: geschlossen; Blättchen wollig, ziemlich kurz; Kelcheinsenkung sehr flach und breit, mit feinen Falten umgeben. Stiel: kurz, holzig, wollig, bräunlich grün; Stieleinsenkung mitteltief, meistens berostet. Kernhaus: hohlachsig, Fächer geöffnet, geräumig, aufgerissen, rundlich ovale, kurzzugespitzte hellbraune Samen enthaltend; der durch die Gefässbündel umgrenzte Theil des Fleisches zwiebelförmig, stielwärts flach abgerundet, kelchwärts sanft zugespitzt; Kelchröhre kurz, trichterförmig; Staubfäden über der Mitte entspringend. Fleisch: weisslich gelb, feinzellig, saftig, mürbe, von angenehmem, süss weinsäuerlichem, gewürztem Geschmacke. Reifzeit und Nutzung: in England als Wirthschaftsfrucht sehr beliebt, ist er aber auch für die Tafel gut zu gebrauchen und als schöne Marktfrucht zu empfehlen. Er zeitigt im October und dauert bis Januar. Eigenschaften des Baumes: er wächst bei uns sehr kräftig, bildet eine schöne hochkugelige Krone, ist nicht empfindlich und kommt in Jedem Boden und selbst in rauheren Lagen noch recht gut fort; an Strassen und in offenen Obstanlagen ist er besonders zu empfehlen. Sommertriebe schlank, olivenbraun, punktirt; Fruchtaugen stumpf kegelförmig, wollig; Holzaugen spitz, anliegend; Blätter mittelgross, auf der Oberfläche dunkelgrün, glänzend, auf der Unterfläche mattgrün, etwas wollig; länglich oval oder eilanzettlich, stark gezähnt; Stiel kurz, wollig; Nebenblätter linienförmig, abstehend.

Diel VII. 2; Luc. XV. 1. b; Hogg. II. 1. A. ** †† Herbst, Winter.