rosa schwein  

Sommer-Parmaene

 

 

 


Heimath und Vorkommen: einer der ältesten Aepfel Englands, war er schon in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bekannt. In Deutschland findet er sich nur vereinzelt vor. In der allgemeinen Versammlung Deutscher Pomologen zu Trier wurde er unter die zu empfehlenden 50 Sorten aufgenommen; in der 8. Versammlung zu Potsdam 1877 zur Erziehung als Pyramide empfohlen. Literatur und Synonyme: 1. Platomelum (Tabernaemontanus, Kraeuterbuch, 1588, p. 2004. No. 15). 2. Drué-Permein (la Quintinye, Instructions pour les jardins fruitiers et potagers, 1690,I.389). 3. Peppin-Parmaine d'Été (Knoop, Pomologie, 1760, 4. 59). 4. Pearmain d'Automne (Mayer, Pomona franconica, 1776, III. III). 5. Gestreifte Sommer Pearmaine (Diel, 1804, VI. 129). 6. Englische Birn-Reinette (Diel, III. S. 152). 7. Schleswiger Erdbeerapfel (Diel, XII. S. 45). 8. Royal Pearmain d'Été (G. Lindley, Guide to the orchard and kitchen garden, 1831, S. 34. No. 64). 9. Sommer-Parmaine (Oberdieck, Illustr. Handbuch der Obstkunde, No. 140). Gestalt: mittelgrosse, etwa 70 mm breite, 65 mm hohe, hochgebaute Frucht; der Bauch sitzt wenig unter der Mitte; nach dem Stiele wölbt sich die Frucht plattrund, nach dem Kelche nimmt sie stärker ab und ist mässig abgestumpft. Kelch: offen oder halboffen; Blättchen grün, wollig, ziemlich breit, aufrecht, lang zugespitzt, mit nach aussen gebogenen Spitzen; Kelcheinsenkung flach, breit, schön schüsselförmig, bisweilen etwas faltig. Stiel: kurz, gewöhnlich fleischig, kaum herausragend; Stieleinsenkung flach, entsprechend breit, wenig berostet. Schale: fein, glatt, geschmeidig, gelblich-grün, später citronengelb, auf der Sonnenseite schön carmoisinroth gefärbt und gestreift; Punkte zahlreich, hellbraun, in der Röthe bräunlich; an einzelnen Früchten finden sich schwache Rostanflüge, auch Warzen. Fleisch: weisslich, auch gelblich-weiss, zart, weich, saftig, von weinsäuerlichem, rosenartigem Geschmacke. Geruch sehr angenehm. Kernhaus: schwach hohlachsig; Fächer eng, wenig geöffnet, zerrissen, eirunde, langzugespitzte, gut ausgebildete, braune Samen enthaltend. Der durch die Gefässbündel umgrenzte Theil des Fleisches zwiebelförmig, stiel- und kelchwärts, lang zugespitzt; Kelchröhre flach, kurz kegelförmig; Staubfäden unter der Mitte entspringend. Reifzeit und Nutzung: wegen ihres zarten Fleiches vorzügliche Tafelfrucht, aber auch für den Markt und die Wirthschaft sehr brauchbar. Die Frucht reift Ende September und hält sich bis Ende October. Eigenschaften des Baumes: er wächst lebhaft, gedeiht in jedem Boden, selbst in Sandboden, wenn er nicht zu trocken ist, trägt gut und ist nicht empfindlich; er eignet sich daher auch zur Anpflanzung in rauhen Lagen. Sommertriebe lang, bräunlich, wollig, punktirt; Fruchtaugen Stumpf kegelförmig, wollig; Holzaugen spitz, abstehend; Blätter klein, elliptisch, kürtz zugespitzt, gezähnt, unterseits wollig; After-blätter linienförmig.

Diel IV. 2; Luc. X. 2. a (b); Hogg II. 2. B. ** † September, October.