rosa schwein  

Charlamovsky

 

 

 

 


Heimath und Vorkommen:er stammt aus Russland und ist im Norden Deutschlands ziemlich verbreitet. In der 7. Versammlung deutscher Pomologen zu Trier im Jahre 1874 wurde er unter die 50 zur allgemeinen Anpflanzung empfohlenen Sorten und in Potsdam im Jahre 1877 unter die 10 zur Erziehung von Horizontal-Cordons geeigneten Varietäten aufgenommen. Literatur und Synonyme: 1. Charlamowskyscher Nalivia (van Mons, Catalogue descriptif de partie des arbres fruitiers qui de 1798 à 1823 ont formé sa collection, S. 59 No. 456). 2. Charlamowsky (Diel, 23, S. 45). 3. Borovitzky (Georg Lindley,) Guide to the orchard and kitchen garden, 1831, S. 3 No. 1). 4. Duchess of Oldenburg (Pomologie de la France, 1867, IV. No. 41). 5. Borowizki (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie No. 65). 6. Charlamowsky (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde No. 32). Gestalt: mittelgrosser, etwa 75 mm breiter, 60 mm hoher, flach gebauter Apfel; der Bauch sitzt in der Mitte und flacht sich nach Kelch und Stiel gleich rund ab; nur sehr grosse Früchte sind an dem Kelche mehr als an der Basis zugespitzt. Schale: fein, glatt, geschmeidig, duftig; vom Baume grünlich gelb, lagerreif fast goldgelb, auf der Sonnenseite schön roth gestreift und geflammt; die wenig bemerklichen Punkte fein, weisslich. Kelch: geschlossen oder halb offen; Blättchen grün, etwas wollig, ziemlich lang und zugespitzt; Kelcheinsenkung flach, breit, von feinen Falten umgeben, die aber nicht über die Wölbung hinaustreten. Stiel: lang, weit heraustretend, grün, wollig; Stieleinsenkung tief, breit, oft etwas berostet. Fleisch: gelblich weiss, fein, locker, mürbe, saftig, um die Gefässbündel mitunter etwas geröthet, von süsssäuerlichem, gewürzhaftem Geschmacke. Geruch angenehm, jedoch nur schwach. Kernhaus: hohlachsig; Fächer gross, wenig geöffnet, meistens gut ausgebildete, länglich ovale, lang zugespitzte Samen enthaltend. Der durch die Gefässbündel umgrenzte Theil des Fleisches zwiebelförmig, stiel- und kelchwärts flach zugespitzt. Kelchröhre gross, kegelförmig; Staubfäden ziemlich hoch entspringend. Reifzeit und Nutzung: vorzügliche Sommerfrucht für die Wirthschaft, aber auch für die Tafel noch recht brauchbar; sie reift Ende August und hält sich bis Anfang October. Eigenschaften des Baumes: er wächst sehr kräftig, gedeiht in jedem Boden, auch in Sandboden, sehr gut, ist gar nicht empfindlich und trägt alljährlich ungemein reich. Für rauhe Lagen kann ich ihm sehr das Wort reden; auch auf Johannisstamm veredelt zur Anpflanzung als Horizontal-Cordon ist er zu empfehlen. Sommerzweige stark, glänzend rothbraun, stark punktirt; Fruchtaugen stumpf kegelförmig, gross, braunroth, glatt; Holzaugen kurz zugespitzt, anliegend; Blätter sehr gross, dunkelgrün, oval, etwaszugespitzt, stumpf gezähnt, auf der Unterseite wollig; Blattstiele lang, stark, an der Basis röthlich; Nebenblätter breit linienförmig.

Diel II. 2; Luc. IV. 3. b. Hogg I. 1.b. * †† Ende August